5 Wege auswärts vegan zu essen

5 Wege auswaerts vegan zu essen

5 Wege auswaerts vegan zu essen

Fünf Tipps wie man auswärts vegan isst

Auswärts vegan essen kann manchmal eine echte Herausforderung sein. Selbst heute nach 5 Jahren Veganer-Daseins, funktioniert es selbst bei mir nicht immer hundertprozentig. Mit der richtigen Kommunikation, etwas Geduld und ein bisschen „um die Ecke denken“, wird es mit der Zeit jedoch zu einem routinierten Vorgang. Gib dir etwas Zeit in die Rolle hineinzuwachsen. Lass dich von Fehlversuchen nicht entmutigen. Meine 5 Tipps in diesem Artikel sollen dir dabei helfen, (d)einen Weg zu finden .

Anmerkung: In manchen, wenigen Fällen ist es jedoch trotz allen Tipps, die ich hier niederschreiben, schlicht und einfach nicht möglich. Etwas anderes außer Salat (frage auch hier nach einem einfachen Essig und Öl Dressing) und die Beilagen (mit der Bitte diese in Öl statt in in Butter zuzubereiten) ist nicht drin. Aber hey, das ist auf jeden Fall besser, als vor einem komplett leeren Teller zu sitzen. Und das nächste Mal klappt es sicher wieder besser!


1. Verwende eine App, um passende Restaurants zu finden

Auf der Suche nach passenden Restaurants liebe ich es, über die App oder Website Happy Cow passende Speiselokale zu entdecken. Die App besitzt eine umfangreiche Datenbank. Mit einer Auswahl an vegetarisch-freundlichen, rein vegetarischen oder veganen Restaurants ist für jeden Anlass etwas dabei. Außerdem kann man durch die Anwendung auch den ein oder anderen Bio-Supermarkt finden. Eine tolle Option, wenn du nur einen schnellen Snack für unterwegs brauchst.

In der Anwendung kann ich nach verschiedenen Kategorien filtern. Ich sortiere die Ergebnisse nach den höchsten Bewertungen, schaue mir die Essensbilder der vorigen Gäste der 5 beliebtesten Restaurants an. Dann entscheide ich, welches Restaurant mich am meisten anspricht.

Ob du nun mit einer gemischten Gruppe auswärts essen möchtest oder in einer veganen Gruppe unterwegs bist, mit der App findest du sicher das passende Angebot. 

2. Rufe das Restaurant vorher an

Wenn du ein Restaurant besuchen möchtest, du dir aber nicht sicher bist, ob vegane Gerichte angeboten werden, ruf im Voraus dort an. Erkläre deine Situation. Frage höflich nach, ob es möglich ist, eine vegane Mahlzeit für dich zuzubereiten. Lass dich beraten, welche Gerichte für dich in Frage kommen. Bleib dabei immer freundlich, dann ist es dein Gesprächspartner (meistens) auch. Wenn passende Vorschläge gemacht werden, teile vor dem Verabschieden mit, dass du dich auf den Besuch freust.

3. Schaue vorab nach dem Menü im Internet

Meistens nutze ich die Möglichkeit einen Blick auf das Menü zu werfen, bevor ich ein Restaurant besuche. Oft ist die Speisekarte direkt auf der Website zu finden. Ich war schon oft überrascht, das ein oder andere vegetarische, glutenfreie oder sogar vegane Gerichte auf der Karte zu entdecken. Außerdem kannst du dir überlegen welche Gerichte leicht zu veganisieren sind. Das funktioniert oft bei vegetarischen Speisen, z.B durch das Weglassen von Milchprodukten am besten.

4. Spreche mit der Bedienung im Restaurant

Nehmen wir an, du hast keine Möglichkeit, dir das Menü vorher anzuschauen. In dieser Situation empfehle ich, im Restaurant vor dem bestellen mit der Bedienung zu sprechen. Erkläre, dass du keine tierischen Produkte isst und schlüssle auf, was genau darunter fällt (Honig, Milchprodukte, Käse, Eier, Fleisch & Wurst). Frage die Bedienung nach Empfehlungen oder mache selbst einen Vorschlag. Manchmal bedarf es nur einer kleinen Änderungen, um ein Gericht vegan zu machen. 

Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass spezifische Fragen oft weiterhelfen, verständlich zu machen, was man nicht auf dem Teller haben möchte. Fragen wie z.B. „Sind in diesem Gericht Milchprodukte oder Fleisch enthalten?“ oder „Wäre es möglich Fisch- durch Sojasoße zu ersetzen?“ (z.B. in asiatischen Restaurants). Auch in indischen Restaurants ist die Frage nach Ghee (Butterschmalzähnliches Fett aus Kuh- oder Büffelmilch) und Paneer (Frischkäse aus Kuhmilch) angebracht und hilfreich zu unterstreichen, welche Zutaten man gerne weglassen möchte. Oft hilft es auch, wenn man beispielsweise nach der Zubereitungsart verschiedener Speisen fragt („werden Pommes, Wedges und Co. separat vom Fleisch frittiert in Pflanzenöl zubereitet?“).

Höflichkeit und Geduld als Schlüssel zum Ziel

Manchmal bedarf es, um die Fragen zu beantworten, Rücksprache mit dem Koch. Auch hier ist etwas Geduld gefragt. In den meisten Fällen, hab ich die Erfahrung gemacht, dass sich das Nachfragen auf jeden Fall lohnt, um auch versteckte tierische Zutaten auszuschließen. Zum Thema „Versteckte tierische Zutaten in Restaurantspeisen“ gibt es in den nächsten Wochen einen extra Artikel von mir.

Sei geduldig und freundlich, erkläre genau, was du haben möchtest und was nicht. Vergesse dabei nicht, dass manche Menschen noch nie etwas von Veganismus gehört haben. Wenn ich an meine Zeit als Nicht-Veganer zurück denke, muss ich gestehen, dass mir damals nicht alle Zusammenhänge zum Thema Veganismus bewusst waren.

Wenn am Ende aber alles gut funktioniert hat, schadet ein extra Dankeschön für die Geduld und das Engagement nie. Teile mit, dass du das Restaurant gerne weiter empfiehlst.

5. Eine Notlösung, die mir geholfen hat

Grundsätzlich bin ich ein großer Befürworter von „nichts als die Wahrheit “ auszusprechen. Lügner und Heuchler haben in meinem Leben nichts verloren. Eine klitzekleine Ausnahme, mit der ich allerdings leben kann, um mich und andere Lebewesen zu schützen, folgt hier. 

Durch meine langjährige Auslandsaufenthalte weiß ich, dass vielen Menschen das Konzept des Veganismus fremd ist. Diese Unwissenheit ist durch verschiedene Hintergründe wie z.B. eine andere Kultur geprägt. Während meiner Zeit in China hat mir ein Koch auf die Aussage hin, dass ich kein Fleisch esse, mein Gemüsegericht mit Rindfleisch angerichtet. Folglich hatte er meine Aussage wohl so interpretiert, dass ich aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch esse. Er hat es kurzerhand durch Rindfleisch ersetzt. Für einen muslimischen Menschen, wäre das sicher eine tolle Erfahrung mit super Service gewesen. Ich war jedoch etwas überrascht, dass hier ein Missverständnis entstanden ist. Quintessenz aus dem Erlebnis: Was für vegan lebende Menschen normal (geworden) ist, muss nicht unbedingt dem Verständnis der restlichen Welt entsprechen.

Auf Umwegen zum Ziel

Um solche Situation (und unangenehme Diskussionen) zu vermeiden, habe ich für mich entschieden, dass es ein guter Weg ist zu erwähnen, dass ich Allergiker bin (bin ich nicht, das ist eine Notlösung ;)). Mit dieser Vorgehensweise habe ich tatsächlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Dies liegt wahrscheinlich an dem Fakt, dass eine Allergie zu haben in der Gesellschaft auf mehr Akzeptanz stößt, als der Fakt, dass man freiwillig tierische Produkte von seinem Speiseplan streicht.

Ob du diese Methode anwenden möchtest oder es lieber auf anderem Wege versuchst, bleibt natürlich dir selbst überlassen. Trotzdem ist es mir wichtig, diesen Punkt als eine Notlösung zu erwähnen, da es mich in manchen Situationen vor einem leeren Teller gerettet hat.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: die Gesamtsituation in Restaurants bezüglich veganem Essen hat sich verglichen zu ein paar Jahren schon unglaublich verbessert. Ich möchte dich mit diesem Artikel ermutigen, beim jedem Restaurantsgang nach veganen Speisen zu fragen. Je mehr Menschen danach fragen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Restaurants dazu bereit sind pflanzliche Gerichte anzubieten. Das ist schlicht und einfach das Gesetz von Angebot und Nachfrage (Nachfrage bestimmt das Angebot). Vielleicht schaffen wir es dadurch gemeinsam wenigstens EIN veganes Gericht auf jeder Speisekarte durchzusetzen!

Soooo, das waren sie, meine 5 Tipps für dich zum auswärts vegan zu essen. Jetzt bist du an der Reihe! Ich hoffe, du kannst den ein oder anderen Tipp erfolgreich umsetzen. Oder hast du mit dem Thema vielleicht schon deine ersten Erfahrungen im Restaurant gemacht? Dann teile diese gerne mit mir unter diesem Post in den Kommentaren.

Viel Erfolg,

Patricia

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