Veganer Sauerbraten nach Rheinischer Art mit Spätzle

Veganer Sauerbraten nach Rheinischer Art mit Spätzle

Veganer Sauerbraten nach Rheinischer Art mit Spätzle – klingt das für deine Ohren auch wie eine festliche Melodie? Du magst es sauer? Dann hast du hast soeben das perfekte Festessen für die kommende Weihnachtstage gefunden. Wenn du mich schon länger begleitest, weißt du sicher, dass ich der totale Genussmensch bin. Ich liebe herzhafte Hausmannskost und Klassiker aller Art. Auch als fleischlos lebender Mensch möchte ich auf diesen Genuss nicht verzichten. Damals, vor ein paar Jahren, dachte ich: „Als Veganer kann ich nur noch Salat essen und an Möhren knabbern.“ Weit gefehlt! Immer wieder faszinieren mich die Möglichkeiten und die scheinbar unendliche Vielfalt der veganen Küche. Und weil das Rezept so unglaublich lecker geworden ist muss ich es einfach in die Welt tragen und es mit dir teilen.

Einen Sauerbraten zu machen hört sich erst mal kompliziert an. Aber ich kann dir versprechen, es ist wirklich kein Hexenwerk. Alles was du brauchst ist etwas Zeit. Wobei ich dazu sagen muss, dass der tatsächliche Arbeitsaufwand sich in Grenzen hält. Die meiste Zeit köchelt der Sauerbraten fröhlich vor sich hin und wartet darauf gemeinsam mit den schwäbischen Spätzle ohne Ei auf dem Teller zu landen. Wer dem Gericht noch das Krönchen aufsetzen möchte, dem empfehle ich Rotkohl dazu zu servieren. Ein Rezept für gepimpten Rotkohl aus dem Glas findest du in meinem Rezept für Gulasch

Der Sauerbraten ist:

  • glutenfrei, nussfrei und ohne Industriezucker zubereitet
  • ganz einfach herzustellen
  • ein Schmankerl für die ganze Familie
  • das perfekte Festessen, das Erinnerungen weckt
  • wie klassische Hausmannskost – nur besser 🙂

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Veganer Sauerbraten nach Rheinischer Art mit Spätzle


  • Author: Patricia Schillaci
  • Vorbereitungszeit: 24 Stunden (marinieren)
  • Kochzeit: 120 Minuten
  • Gesamtzeit: 24 Stunden + 120 Minuten
  • Menge: 4-6 Portionen 1x
  • Diet: Vegan

Beschreibung

Der vegane Braten ist einfach herzustellen und eignet sich super für besondere Anlässe. Das Rezept ist glutenfrei auf Sojabasis hergestellt. Das Einlegen der Sojasteaks in der kräftigen Beize und die lange Kochzeit macht das „Soja-Vleisch“ total zart. Mischköstler werden keinen Unterschied zum Original feststellen, wetten?

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Zutaten

Beize zum Einlegen:

500ml Gemüsebrühe
400ml weißen Essig
500ml Rotwein
2 große Zwiebeln, in Scheiben
2 Zehen Knoblauch, grob zerdrückt
4 Lorbeerblätter
3 Stangen Sellerie, klein geschnitten
1 1/2 TL Senfkörner
2 TL rosa Pfeffer
1/4 TL Nelkenpulver
1 TL Salz

Außerdem:

6 Big Steaks (alternativ: Sojamedallions)
3 EL Rapsöl (alternativ: geschmacksneutrales Kokosöl, da hoch erhitzbar)

Zum Binden der Soße:

1 1/2 TL Stärke
4 EL kaltes Wasser
1 EL Cashewcreme (optional)
1 EL Hefeflocken (optional)


Vorgehensweise

  1. Die Zutaten für die Beize in eine große Schüssel geben und gut vermengen
  2. Dann die Big Steaks in die Beize geben und mit einem Holzkochlöffel etwas nach unten drücken, bis sie komplett mit der Flüssigkeit bedeckt. 24 Stunden darin marinieren
  3. Am nächsten Tag die Sojasteaks aus der Beize nehmen, etwas ausdrücken und beiseite stellen
  4. Die Lorbeerblätter entfernen und die Beize über einer Schüssel durch ein Sieb geben. Die Flüssigkeit auffangen und die Zutaten im Sieb beiseite stellen
  5. In einem großen Topf das Öl auf mittlerer Stufe erhitzen und die Sojasteaks rundum scharf abraten. Die Sojasteaks aus dem Topf nehmen und beiseite stellen
  6. Im gleichen Topf 1 EL Öl erhitzen und den Siebinhalt darin 5 Minuten anschwitzen.
  7. Mit der Flüssigkeit ablöschen, die Sojasteaks zurück in den Topf geben, den Topfdeckel leicht geöffnet aufsetzen und auf niedriger Stufe mindestens 90 Minuten köcheln lassen. Falls nötig zwischendurch mit etwas Wasser auffüllen.
  8. In der Zwischenzeit die Spätzle und den Rotkohl nach Rezept zubereiten und bei niedrigster Temperatur im Ofen warm halten
  9. Nach der Kochzeit die Sojasteaks wieder aus der Flüssigkeit nehmen und beiseite stellen.
  10. Die Flüssigkeit in eine hohe Schüssel umfüllen (Vorsicht, heiß!) und mit einem Zauberstab pürieren
  11. Ein feinmaschiges Sieb über den Topf hängen und die pürierte Flüssigkeit mit einem Kochlöffel passieren. Die Reste aus dem Sieb entsorgen
  12. Die passierte Flüssigkeit auf mittlerer Hitze aufkochen. In einem Glas die Stärke und das Wasser klumpenfrei miteinander verrühren. Dann mit einem Schneebesen zügig in die in die kochende Flüssigkeit einrühren
  13. Cashewcreme ebenfalls klumpenfrei in die Flüssigkeit einrühren und nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Hefeflocken nachwürzen. Kurz aufkochen lassen und die Herdplatte auf niedrige Stufe schalten
  14. Die Sojasteaks vorsichtig zurück in den Topf geben und weitere 30 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen.
  15. Den Sauerbraten zusammen mit den Spätzle (und dem Rotkohl) servieren

Bemerkungen

Je nach Wunsch kannst du natürlich auch gekaufte vegane Spätzle (z.B. von Settele) verwenden. Das spart dir noch etwas Zubereitungszeit ein.

Für den Sauerbraten sind die Big Steaks super geeignet. Falls diese nicht erhältlich sind kannst du alternativ auch auf Sojamedallions zurückgreifen. Diese sind zwar etwas kleiner aber es funktioniert damit genau so gut und tut dem Geschmack keinen Abbruch. Beide Produkte habe ich dir in der Zutatenliste verlinkt. Für ein optimales Ergebnis ist die lange Kochzeit von Bedeutung. Das hilft dabei eine schwammige Konsistenz zu vermeiden, macht die Sojasteaks besonders zart und kommt somit dem Original-Rezept sehr sehr nahe.

Wer mag, kann auch noch einen Soßenlebkuchen in die Soße geben. Bitte achte darauf, dass das Gericht dann nicht mehr glutenfrei ist.

Der Sauerbraten und die Spätzle kannst du übrigens gut vorbereiten, einfrieren und bei Bedarf wieder aufwärmen.

  • Category: Hauptgerichte
  • Küche: Hausmannskost

Keywords: Veganer Sauerbraten nach Rheinischer Art mit Spätzle

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Alles Liebe und viel Freude beim Entdecken neuer Möglichkeiten,
Patricia

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20 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Heute nachgekocht,Danke fürs Rezept war sehr lecker

    Antworten
    • Patricia Schillaci
      2020-12-06 22:14

      Hallo liebe Ilona!
      Vielen Dank für dein Feedback.
      Ich freu mich riesig, dass dir der Sauerbraten auch so gut schmeckt!

      Viele vorweihnachtliche Grüße aus Mississippi,
      Patricia

      Antworten
  • Sabine Mutschke
    2020-12-13 15:22

    Hallo Patricia ,
    Reicht eine Packung big Steaks für 6 Personen .
    Danke und liebe Grüße
    Sabine

    Antworten
    • Patricia Schillaci
      2020-12-15 17:19

      Hallo liebe Sabine,

      in einer 500g Packung (Vantastic Foods) befinden sich ca. 12 Big Steaks.

      Liebe Grüße und gutes Gelingen,
      Patricia

      Antworten
  • Wir haben heute für Weihnachten probegekocht und sind absolut überzeugt. Sehr sehr lecker. Ein paar Dinge habe ich verändert: Statt Rotwein habe ich Traubensaft zum Marinieren genommen, nach dem Pürieren mit dem Zauberstab habe ich ALLES in den Topf zurückgegeben, weil es mir zu schade zum wegwerfen war; und dann habe ich beim letzten Kochgang Rosinen dazu gegeben. Rosinen gehören für mich zum rheinischen Sauerbraten einfach dazu. Es war einfach klasse. Vielen lieben Dank für dieses großartige Rezept!

    Antworten
    • Patricia Schillaci
      2020-12-15 17:22

      Wow, danke für dein ausführliches Feedback, liebe Gaby! Super, dass du dir die Zeit genommen hast, um deine Erfahrungen mit einer alkoholfreien Version zu teilen. Ich denke, das ist auch nochmal ein guter Tipp für Menschen in der Community, die nach einer alkoholfreien Alternative suchen.

      Liebe Grüße aus Mississippi,
      Patricia

      Antworten
  • Top der Sauerbraten, wir haben statt Spätzle Erdäpfelknödel gemacht. Grüße aus Österreich.

    Antworten
    • Patricia Schillaci
      2020-12-27 22:14

      Lieber Matthias, herzlichen Dank für dein Feedback zum Rezept! Ich freu mich, dass ich damit euer Festessen bereichern konnte 🙂

      Viele Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr,
      Patricia

      Antworten
  • Zu Weihnachten habe ich mir dieses Rezept von meiner Schwiegermutter gewünscht (binndie einzige in der Familie, die kein Fleisch isst). Normalerweise mag ich Alkohol im Essen nicht, aber hierzu passt der Rotwein perfekt 🙂
    Meine Schwiegermutter hat sich an das Rezept gehalten, nur zum Schluss bevor sie es das letzte Mal gekocht hat, hat sie noch etwas Lebkuchengewürz rein. Da meine S. noch nie mit den Bigsteakes was gemacht hat, hätte ich nicht gedacht dass es so gut wird. Es war extrem lecker! Ich werde dieses Gericht definitiv wieder essen. Selbst werde ich es bestimmt auch mal zu Kochen probieren.
    Vielen Dank für das online stellen des Rezeptes.
    Nachkochen auf jeden Fall empfehlenswert!!!!
    Liebe Grüße

    Antworten
    • Patricia Schillaci
      2020-12-27 22:16

      Hallo Berry! Herzlichen Dank, dein positives Feedback zum Sauerbraten freut mich unglaublich.
      Es war mir eine Ehre ein Teil von eurem Festessen zu sein!

      Liebe Grüße aus Mississippi,
      Patricia

      Antworten
  • Bestes vegane Rezept, was ich je ausprobiert habe! Es kostet zwar etwas Zeit, aber jede Sekunde ist es Wert. Ich hab damit sogar meine starrköpfige Familie überzeugen können und das sagt alles! Besser kann es nicht gehen! Ich bin so dankbar dafür!

    Antworten
    • Patricia Schillaci
      2020-12-27 22:22

      Liebe Painda,

      danke vielmals für deinen Kommentar zum Rezept. Es freut mich mega, dass du damit deine Familie damit überzeugen konntest.
      Das ist sicherlich eine tolle Motivation, um deine Liebsten immer mal wieder mit der Vielfalt der pflanzliche Küche zu überzeugen 😉

      Ganz liebe Grüße und alles Gute,
      Patricia

      Antworten
  • Habe das Rezept für Weihnachten nachgekocht, war wirklich sehr lecker!
    Allerdings habe ich statt Big Steaks die Steaks von Rügenwalder Mühle genommen, hat dem Geschmack aber denke ich nichts abgetan.

    Antworten
    • Patricia Schillaci
      2020-12-28 20:13

      Hallo Paulina,
      freu mich, dass es dir so gut geschmeckt hat. Das mit den Steaks von der Rügenwalder Mühle hört sich spannend an. Werde ich sicher auch mal bei Gelegenheit testen. Danke dir für deinen Kommentar und das Teilen deiner Erfahrung!

      Liebe Grüße,
      Patricia

      Antworten
  • Danke für das tolle Rezept Patricia! Ich fand es wirklich einfach nachzukochen. Ich hatte den Essiganteil um 1/4 reduziert, also nur 300 ml genommen, und statt dessen Wasser. Das hat gut funktioniert. Schade, dass ich die anderen Kommentare vorher nicht gelesen hatte – Rosinen könnte ich mir ebenfalls gut vorstellen. Das nächste Mal! Ich wünsche Dir ein gesundes und glückliches neues Jahr! Liebe Grüße Juliane

    Antworten
    • Patricia Schillaci
      2021-01-26 23:23

      Hallo liebe Juliane,

      super, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. 300 ml Essig macht sicher auch noch sauer genug. Den Tipp mit den Rosinen fand ich auch spannend. Bin gespannt, was du berichtest, wenn du diese Variante das nächste mal ausprobierst.

      Wünsche dir und deiner Familie für 2021 auch nur das Beste und vor allem Gesundheit!

      Liebste Grüße,
      Patricia

      Antworten
  • Den gab es bei uns am 1. Weihnachtstag:-). Ich habe mich schon eine Woche zuvor darauf gefreut. Er war sooooo unglaublich lecker!!!

    Antworten
    • Patricia Schillaci
      2021-01-26 23:18

      Hallo Dani,

      Ach wie schön zu lesen, dass du dich schon eine Woche zuvor darauf gefreut hast!
      Ich weiß genau, wie es ist, wenn man auf etwas hin fiebert. Um so schöner, dass du dann mit dem Ergebnis rundum zufrieden warst.

      Ich freu mich über dein Feedback zum Rezept!

      Herzliche Grüße,
      Patricia

      Antworten
  • Martina Schmitt
    2021-01-14 19:11

    So jetzt komme ich endlich dazu dieses tolle Rezept zu bewerten. Den Sauerbraten gab es bei uns zu Weihnachten und wir hätten uns alle am liebsten reingelegt. Ich habe schon einige Varianten ausprobiert, aber an dieses Rezept kommt nichts heran. Mein Mann ist immer sehr kritisch und auch er war vollkommen begeistert weil der Sauerbraten seinem Namen alle Ehre macht und wirklich wunderbar sauer ist.
    Das Rezept ist super geschrieben und man hat keine Mühe es umzusetzen. Es dauert natürlich seine Zeit, aber jede Minute lohnt sich und das Ergebnis ist einfach nur fantastisch. Die Big Steaks kannte ich übrigens noch nicht und ich bin sehr begeistert, habe sie mittlerweile auch schon in Curry’s verarbeitet.
    Danke liebe Vanessa für das tolle Rezept, es war unser Highlight an diesem Weihnachtsfest.

    Antworten
    • Patricia Schillaci
      2021-01-26 22:58

      Hallo liebe Martina, ich freue mich so sehr über dein Feedback. Wenn ich mit meinen Rezepten sogar Nicht-Veganer überzeugen kann, das ist für mich das größte Kompliment. Ich finde es richtig toll, dass du dich ans Rezept gewagt hast, obwohl du noch nie was mit Big Steaks gemacht hast. Es ist einfach unglaublich schön zu sehen, welche Türen die pflanzliche Küche anderen Menschen plötzlich öffnet. Bleib auf jeden Fall weiterhin so offen und neugierig!

      Ich sende an dieser Stelle auch nochmal ganz liebe Grüße an Vanessa. Ich bin gespannt, was wir gemeinsam haben 🙂

      Liebe Grüße an dich,
      Patricia

      Antworten

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