Wie du Lebensmittel richtig lagerst & aufbewahrst
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Wie du Lebensmittel richtig lagerst & aufbewahrst

Hast du dich auch schon mal gefragt, ob du deine Lebensmittel richtig lagerst? Kommen die Bananen nun in den Kühlschrank und wie sieht es mit Kartoffeln, Tomaten und Avocados aus? Und wohin mit der ganzen Trockenware?

Im heutigen Artikel „Wie du Lebensmittel richtig lagerst & aufbewahrst“ erfährst du, wie du mit einer korrekten Aufbewahrung auch die Haltbarkeit der Nahrungsmittel verlängerst.

Um den Rahmen des Artikels nicht zu sprengen beschränkt sich die Auswahl der Lebensmittel auf das Wesentliche. Wenn ich etwas essenzielles vergessen habe, spreche mich gerne in einem Kommentar darauf an.

Inhalt

Getreideprodukte & Hülsenfrüchte
Nüsse, Samen, Körner & Trockenobst
Kartoffeln & Zwiebeln
Grünes Blattgemüse & Gemüse
Kräuter & Gewürze
Obst
Öle

Getreideprodukte & Hülsenfrüchte

Mehl (gemahlenes & ganzes Korn) in einem luftdichten Behältnis aufbewahren. Das Behältnis sollte bestenfalls aus Glas sein, denn ungeliebte Gäste (z.B. Lebensmittelmotten) fressen sich auch gerne mal durchs Plastik (ich spreche hier aus Erfahrung).

Fertige Backwaren (Brot & Gebäck) trocknen im Kühlschrank schnell aus. Bei normalen Temperaturen finden Backwaren im Brotkasten einen Platz. Wer keinen Brotkasten hat, kann auch ein anderes luftdichtes Behältnis verwenden. Jedoch lege ich meine Backwaren bei feucht-warmen Temperaturen dennoch in den Kühlschrank, da sonst der Schimmel schnell sein Unwesen treibt. Wenn sich schimmelt bildet, das Brot bitte unbedingt komplett entsorgen, da sich Schimmelsporen unbemerkt durch das ganze Brot ziehen können. Übrigens: je höher der Weizenanteil, desto kürzer bleibt das Brot frisch.

Getrocknete Hülsenfrüchten können bis zu 2 Jahre haltbar sein. Dazu ist zu beachten, diese in einem luftdichten Gefäß, anstatt in der geöffneten Packung, aufzubewahren. Denn Lebensmittelmotten und Nagetiere möchte niemand in seinen Vorräten vorfinden. Lichtgeschützt im Vorratsschrank gelagert bleibt das Aroma und die Qualität der Hülsenfrüchte sehr gut erhalten.

Nüsse, Samen, Körner & Trockenobst

Nüsse, Samen & Körner sollten kühl (optimale Temperatur: zwischen 10-18 Grad) dunkel und trocken gelagert werden und sind somit wieder ein Fall für den Vorratsschrank (-schublade). Zuviel Licht und Feuchtigkeit (z.B. bei Lagerung im Kühlschrank) wirken sich negativ auf die Qualität aus. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass geschälte Hanfsamen und Macadamianüsse schnell ranzig werden und deshalb zügig aufzubrauchen sind.

Nussbutter kann nach dem Öffnen im Vorratsraum (oder in der Vorratsschublade) gelagert werden. Mit der Zeit setzt sich das Öl der Nüsse auf dem Nussmus ab und verhindert somit das es schimmelt. Vor dem Verzehr mit einem sauberen Löffel das Öl und die Nussbutter einfach kurz miteinander verrühren und wie gewohnt verarbeiten.

Datteln bewahre ich im abgedunkelten Vorratsraum auf. Bei zu kühlen Temperaturen (z.B. im Kühlschrank) trocknen die süßen Früchte schnell aus und verlieren an Qualität. Anderes Trockenobst wie Aprikosen, Feigen und Pflaumen sind ebenfalls im Vorratsraum zu finden.

Kartoffeln & Zwiebeln 

Kartoffeln mögen es dunkel und kühl (zwischen 4 und 12 Grad Celsius) aber nicht feucht. Eine zu hohe Feuchtigkeit führt zu Schimmel. Im trockenen, dunklen Keller, oder alternativ in einem Leinensack aufbewahrt, wird die Haltbarkeit der Knolle erhöht. Treiben die Kartoffeln trotz Lagerung an einem dunklen Ort schnell aus? Das könnte daran liegen, dass die Kartoffeln zu viel Licht abbekommen oder in einer zu warmen Umgebungstemperatur (höher 12 Grad Celcius) liegen. Achtung: beim Keimen entsteht das giftige Solanin. Hat eine Kartoffel nur ein paar Keime und weist nach dem Schälen keine grünen Stellen auf, kann man sie dennoch bedenkenlos weiter verarbeiten.

Im Kühlschrank wandelt sich übrigens die Stärke in Zucker um und wirkt sich negativ auf den Geschmack der tollen Knolle aus. Kartoffeln sind im Kühlschrank also nicht gut aufgehoben.

Zwiebeln sind wie Kartoffeln sehr lagerungsfähig (bis zu 6 Monate). Auch sie mögen es dunkel, trocken und kühl (nicht im Kühlschrank). Jedoch sollte man Kartoffeln und Zwiebeln getrennt voneinander aufbewahren. Denn zu nah beieinander gelagert nehmen die Zwiebeln die Feuchtigkeit der Kartoffeln auf und es entsteht Schimmel.

Grünes Blattgemüse & Gemüse

Blattsalat, Spinat und anderes Blattgemüse nach dem Einkauf waschen, gut trocken schleudern und in einem mit einem Küchentuch ausgelegten Behältnis im Kühlschrank aufbewahren.

Brokkoli, Kohl, Karotten, Rhabarber, Lauch, Spargel und Bohnen finden ebenfalls im Kühlschrank ein Plätzchen.

Avocados kaufe ich gerne unreif und lege sie lose ins Gemüsefach. Die kühle Umgebung stoppt den Reifeprozess. Um Avocados nachreifen zu lassen einfach in einer Schale außerhalb des Kühlschranks liegen lassen. Der Reifeprozess wird wieder in Gang gesetzt und die Avocado kann, in den meisten Fällen, innerhalb von 2 Tagen verzehrt werden. Wird eine Avocado angeschnitten immer erst die kernlose Hälfte zuerst verarbeiten. Die andere Hälfte mit Kern hält sich im Kühlschrank etwas länger. Den Anschnitt mit etwas Zitronensaft beträufeln und in einem kleinen luftdichten Behältnis aufbewahren. Inzwischen gibt es sogar extra Vorratsbehälter für Avocados. Ist der Anschnitt trotzdem braun geworden? Einfach eine sehr dünne Scheibe der Avocado abschneiden und den Rest wie gewohnt verwenden.

Pilze nach dem Einkaufen unbedingt aus der Verpackung nehmen, da sich dort schnell ein feuchtes Milleu entwickelt und die Pilze schnell anfangen zu schimmeln. Die Pilze werden im Kühlschrank aufbewahrt und sollten binnen ein paar Tagen verarbeitet werden.

Nicht im Kühlschrank zu finden

Tomaten sind kälteempfindlich und mögen es überhaupt nicht im Kühlschrank zu liegen. Das Lieblingsgemüse der Deutschen bestenfalls bei Zimmertemperatur trocken und lose in einem Korb oder einer Schale lagern. Andere Früchte sollte man von den Tomaten fern halten. Denn das Reifegas Ethylen, das aus den Tomaten strömt, lassen andere Obst- und Gemüsesorten schnell verderben. Tomaten reifen weiter, wenn sie Sonne abbekommen. Deshalb trägt ein dunkler Ort zu einer längeren Haltbarkeit bei. Um vorzeitiges Schimmeln zu vermeiden die Tomaten erst kurz vor dem Verzehr waschen.

Die meisten – auch ich bisher – lagern Gurken im Kühlschrank. Jedoch bekommt sie dort schnell matschige Stellen. Der ideale Ort für die schlanke Gurke ist die Speisekammer oder der Keller. Denn dort ist es schön dunkel und meistens auch kühl. Eine Raumtemperatur von 13 Grad Celsius findet sie richtig gut. Wenn die Gurke noch am gleichen Tag verzehrt wird, kann man sie auch auf die Küchenanrichte legen. Du hast keine Speisekammer oder Keller verfügbar? Dann ist die Gurke am besten im nicht zu kalten Gemüsefach gut aufgehoben. Eine gemeinsame Lagerung mit reifen Obstsorten oder Tomaten ist jedoch aufgrund des Reifegas Ethylen nicht zu empfehlen.

Kräuter & Gewürze

Frische Kräuter bleiben länger frisch, wenn sie in ein feuchtes Tuch gewickelt werden. Außerdem sind Kräuterbunde in ein Glas mit frischem Wasser im Kühlschrank ein paar Tage haltbar. Das Wasser bestenfalls einmal mal am Tag austauschen. Alternativ gibt es auch spezielle Kräuteraufbewahrungsboxen für die Kräuter. Außerdem kann man frische Kräuter zusammen mit Wasser als Kräuter-Eiswürfelbehältnis im Gefrierschrank in einen Dornröschenschlaf versetzen. Nach dem Auftauen sind die Kräuter frisch wie eh und je.

Alternativ könne frische Kräuter auch getrocknet werden. Dazu die Kräuter mit etwas Garn zusammen binden und kopfüber an einem luftigen Ort zum Trocknen aufhängen. Nach dem Trocken (ein paar Tage später) vom Stil entfernen und in einem luftdichten Glas bis zur Verwendung aufbewahren. Am Ende des Artikels gibt es noch einige Vorschläge zu Aufbewahrungsmöglichkeiten von Gewürzen.

Obst

Bananen lagern am besten bei Zimmertemperatur getrennt von anderen Obstsorten. Wickelt man etwas Klarsichtsfolie um das Staudenende verlangsamt sich der Reifeprozess. Die Bananen werden nicht so schnell braun, da das Ethylen nicht mehr austreten kann. Probiere es gerne mal aus und berichte von deinen Erfahrungen in den Kommentaren!

Äpfel halten unter bestimmten Vorraussetzungen sehr lange durch. Am liebsten mögen sie kühle Temperaturen Die optimale Lagertemperatur liegt bei 4 Grad Celsius. Möchte man die Apfel einlagern ist es sehr wichtig, dass die sie unbeschadet (z.B. keine Druckstellen) und trocken sind. Beschädigte Äpfel am Besten sofort verarbeiten (z.B. gebackene Apfelringe, Apfelmus oder vielleicht ins Müsli schnippeln). In etwas Zeitungspapier eingewickelt, ohne dass sich die Äpfel berühren, können sie über Monate eingelagert werden. Jedoch sinkt auch der Vitamingehalt, je länger man das Obst einlagert. Hat man nun nicht eine ganze Ernte, sondern nur ein paar wenige Äpfel im Haus, kann man sie in einer Obstschale, getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten, aufbewahren. Hat man gerade kein passendes Plätzchen parat hält es der Apfel auch mal ein paar Tage im Gemüsefach aus.

Die südländischen Zitrusfrüchte (z.B. Zitronen, Orangen, Mandarinen, Grapefruit) sind Sensibelchen. Sie mögen es kühl überhaupt nicht und sehnen sich eher nach einem wärmeren Örtchen. Um Schimmel zu vermeiden sollten sie am am Besten bei Zimmertemperatur in einer luftigen Schale aufbewahrt werden. Immer darauf achten, dass die Schale der Frucht bereits beim einkaufen unbeschädigt bleibt. Außerdem können die sensiblen Südländer im Kühlschrank einen Kälteschaden bekommen. Merkmale dafür sind dunkle Flecken, glasiges Fruchtfleisch oder ein bitterer Geschmack.

Die optimale Lagertemperatur:

Grapefruits zwischen 6 und 16 °C
Zitronen und Limetten nicht unter 10 °C
Orangen zwischen 6 und 10 °C
Mandarinen zwischen 6 und 9 °C

Werden die Zitrusfrüchte zu lange aufbewahrt trocknen sie aus.

Öle

Raffinierte Öle (z.B. Oliven-, Sonnenblumen-, Rapsöl) sind lichtempfindlich und sind zum kochen und backen geeignet, da sie einen hohen Rauchpunkt haben. Zu finden sind sie in meinem Vorratsraum. Dort ist es kühl und dunkel. Befindet sich das Öl jedoch in einer dunklen Flaschen, kann man es auch griffbereit auf der Küchentheke stehen lassen.

Kaltgepresste Öle sind für die kalte Küche geeignet, jedoch nicht zum kochen. Leinöl oder Hanföl sollten im Kühlschrank (vor allem nach dem Öffnen) aufbewahrt werden. Geöffnet sind die Öle ca. 2-3 Wochen haltbar. Die Haltbarkeit verlängert sich im Tiefkühlfach auf ein paar Monate (ca. 4-6 Monate). Da der Schmelzpunkt bei Leinöl zwischen -16 und -20 Grad liegt bleibt das in der Truhe Öl flüssig. Die Omega-3-Fettsäuren bleiben auch im Gefrierschrank stabil. Riecht oder schmeckt das Öl ranzig, sollte man es entsorgen.

Noch ein paar abschließende Tipps:

Generell gilt: schnell verderbliche Lebensmittel bedürfen Kühlung. Die Kühlkette sollte so kurz wie möglich unterbrochen werden.

  1. Ganz egal ob Kühl- oder Vorratsschrank: das First in, first out-Prinzip hilft Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Neu gekaufte Lebensmittel werden nach diesem Prinzip hinten einsortiert, die angebrochenen Produkte nach vorne gezogen. So brauchst du ältere und geöffnete Nahrungsmittel garantiert auf, bevor sie verderben
  2. Wenn Lebensmittel von einer Packung Lebensmittel in ein anderes Behältnis umgefüllt werden, ist es hilfreich das Mindesthaltbarkeitsdatum aus der Packung zu schneiden und es mit in das Behältnis zu legen. So hast du immer einen Blick auf die Haltbarkeit der Zutaten und vermeidest böse Überraschungen
  3. Durch das regelmäßig reinigen des Kühlschrank (mindestens 1 x Monat, besser öfter), kann man Keime und Schimmel vermeiden
  4. Gegen Wasseransammlungen im Gemüsefach hilft es manchmal den Abfluss, der für das kondensierte Wasser vorgesehen ist, zu reinigen (das kleine unscheinbare Loch an der Rückwand). Dazu einmal die Gemüseschublade herausholen und mit einer kleinen Reinigungsbürste das Loch säubern. Außerdem hilft es, wenn man Verpackungen und Lebensmittel nicht zu nah an die Kühlschrankseiten stellt und somit alles etwas Luft zum atmen hat und somit erst gar kein Kondenswasser erzeugen kann
  5. Angeschnittenes Obst und Gemüse getrennt voneinander in einem Behältnis gekühlt aufbewahren und innerhalb 1-2 Tagen aufbrauchen

Passende Behältnisse zur Aufbewahrung 

Zur Aufbewahrung verschiedener Lebensmittel braucht es natürlich auch die passenden Gefäße. Am Besten gefällt es mir, wenn man durch das Behältnis schauen kann (oder bei Aufbewahrung in einer Schublade der Deckel durchsichtig ist), denn so sieht man immer direkt, was drin ist und muss nicht erst alle Dosen durchsuchen. Hast du keine durchsichtigen Aufbewahrungsgläser, kannst du hier auch mit beschrifteten Etiketten arbeiten.

Zum Schluss führe ich noch ein paar Vorschläge von Aufbewahrungsmöglichkeiten auf. Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern :)!

Behälter und sonstiges hilfreiches Zubehör:

Deine Meinung ist gefragt

Ich hoffe, du konntest heute das ein oder andere aus meinem Artikel „Wie du Lebensmittel richtig lagerst & aufbewahrst“ mitnehmen. Konntest du den ein oder anderen Impuls für dich mitnehmen? Oder war sogar ein neuer AHA-Moment fuer dich dabei? Erzähle mir gerne, wie du deine Lebensmittel lagerst. So können wir uns austauschen und voneinander lernen!

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Alles Liebe und viel Freude beim Entdecken neuer Möglichkeiten und bleib gesund,
Patricia

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